Modellprojekt: Entwicklung eines integrierten Betriebskindergartens

Modellprojekt erfolgreich seit dem 01. Dezember 2008 in der Kita Kuckuckstraße gestartet!

„Integrierter Betriebskindergarten“ – Was ist das eigentlich genau?

Im Gegensatz zu einem Betriebskindergarten gründet das Unternehmen bei einem integrierten Betriebskindergarten keine eigene Betreuungseinrichtung, sondern geht eine Kooperation mit bereits vorhandenen Einrichtungen vor Ort ein. Bei diesen Einrichtungen handelt es sich in der Regel um Kindergärten oder Kindertagesstätten (Kitas). Um auch eine Betreuung am Nachmittag für Grundschulkinder garantieren zu können, wäre eine direkt angeschlossene Grundschule von Vorteil, eine Versorgung in der Kita ist aber auch möglich. Die Kitas stellen zu den bereits vorhandenen Betreuungsplätzen zusätzliche Plätze für Kinder von Mitarbeiter(inne)n zur Verfügung oder wandeln vorhandene Plätze in Belegplätze um. Die Öffnungszeiten richten sich nach dem Bedarf und den Arbeitszeiten der Eltern und Mitarbeiter(innen) des Unternehmens. Entscheidungen über die Auswahl qualifizierten Personals und des pädagogischen Konzeptes liegen dabei in der Hand der Kita und des Trägers.

Die Projektidee „Integrierter Betriebskindergarten“ war Ergebnis des gemeinsamen Workshops mit Mitarbeiter(innen), Betriebsrat, Geschäftsführung und Emsländischer Stiftung zum Thema Vereinbarkeit von Beruf und Familie im Januar 2008. Ein Ziel dieses Projektes ist, Mitarbeiter(inne)n die Möglichkeit der Balance zwischen Erwerbstätigkeit und Familienleben und weiterhin eine Familienplanung mit bedarfsgerechten Betreuungsmöglichkeiten zu ermöglichen.

„Wir wollen unseren qualifizierten Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern möglichst optimale Rahmenbedingungen schaffen, um Familie und Beruf zu vereinbaren“, so Geschäftsführer Martin Suresch. Die Zusammenarbeit mit bereits vorhandenen Einrichtungen in Verbindung mit der Tatsache, dass viele Mitarbeiter(innen) im Einzugsgebiet der Kita wohnen, ermöglicht den Kindern den Verbleib in einer gewohnten Umgebung. Zusammen mit ihren Kooperationspartnern - den Kirchengemeinden Trinitatis und Maria Königin, dem LWH, der Stadt Lingen und dem Landkreis Emsland - fördert BP Lingen zudem die Erhaltung bzw. Schaffung von Arbeitplätzen in den jeweiligen Kitas. Ferner besteht für Mitarbeiter(innen) so eine bessere die Möglichkeit, die Elternzeit zu verkürzen, um schnell wieder ins Berufsleben zurückzukehren.


Gestartet ist das Projekt unter Leitung von Ursula Günster-Schöning (Unternehmenscoach der Emsländischen Stiftung Beruf und Familie) mit der Eröffnungsfeier am 01. Dezember 2008 in der Kita Kuckuckstraße der Evangelischen Kirchengemeinde Trinitatis (Fotos von der Eröffnungsfeier finden Sie unter dem Punkt: Veranstaltungen ). Die Laufzeit des Projekts beträgt zunächst 3 Jahre, ist jedoch bei entsprechender Nachfrage weiter ausbaufähig.

Die wichtigsten Eckdaten zu dem Leistungsangebot sind im folgenden Schaukasten zusammengefasst.

Vorerst ist ein Betreuungsangebot von 18 Plätzen geplant:

  • 6 Krippenplätze für Kinder im Alter von 6 Monaten bis 3 Jahren
  • 6 Kindergartenplätze für Kinder im Alter von 3 bis 6 Jahren
  • 6 Hortplätze für Kinder im Alter von 6 Jahren bis zum Verlassen der Grundschule
  • Die Hortbetreuung schließt ein tägliches Mittagessenangebot sowie eine Hausaufgabenbetreuung ein, ebenso ist eine Mittagsversorgung für Ganztagskinder im Krippen- oder Kindergartenbereich vorgesehen
  • Eine Betreuung während der Ferienzeit ist gewährleistet
  • Die Zeiten der Betreuung sind montags bis freitags jeweils von 7:00 Uhr bis 18:00 Uhr

„Wir denken auch an eine Betreuung an Samstagen, die  in der Zeit von 7:00 Uhr bis 14:00 Uhr stattfinden könnte“, so Günster-Schöning zu einem möglichen Ausbau des Betreuungssystems.

Von den insgesamt 18 Plätzen werden zunächst 5 Plätze in jeder Kategorie besetzt, je ein freier Platz wird für mögliche Notfälle freigehalten (beispielsweise für Kinder neuer Mitarbeiter(innen)). Beginnt das Arbeitsverhältnis dieser Mitarbeiter(innen) nicht zu Anfang eines Kindergartenjahres, kann durch diese Notfallplätze eine Betreuung der Kinder sichergestellt werden. Somit hat der neue Mitarbeiter/ die neue Mitarbeiterin eine „Sorge“ weniger und den Kopf frei für die neue Aufgabe.

Schon heute gibt es eine ganze Reihe von Ideen zum weiteren Ausbau dieses Projekts. Abhängig von der Nachfrage sind weitere Gruppen in anderen Kitas der Kooperationspartner denkbar. Das Betreuungsangebot, speziell die Hortbetreuung, soll in Zukunft nicht nur die Nachmittagsbetreuung vor Ort einschließen, sondern auch Fahrdienste zu Freizeitaktivitäten wie beispielsweise zum Fußballtraining oder zur Musikschule beinhalten. Langfristig ist auch eine Ausweitung der Betreuung für Kinder von Mitarbeitern im Schichtbetrieb vorgesehen. Hier wird über flexible Leistungen wie eine „Spätschicht“ oder ein betreutes Übernachten nachgedacht.

Die Anmeldezeiten für die Plätze im integrierten Betriebskindergarten sind grundsätzlich den „normalen“ Anmeldezeiten angepasst, allerdings ist in der Anfangsphase des Projekts eine gewisse Flexibilität gegeben.

BP Lingen beteiligt sich an den entstehenden Kosten zur Einrichtung und Grundausstattung der Betreuungsplätze. Die Mitarbeiter(innen) entrichten einen Mitarbeiterbeitrag, dessen Höhe in etwa der eines „üblichen“ Betreuungsplatzes entsprechen wird, also nach Einkommen der Mitarbeiter(innen) und Altersstufe der Kinder gestaffelt ist.

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