Zurück zur Arbeit

Quelle: Meppener Tagespost, 30.08.2013

Ergebnisvorstellung: Die Initiatoren und zwei Frauen, die bei „Arbeitsplatz sucht Frau“ erfolgreich teilgenommen haben (Mitte), zeigten sich sichtlich zufrieden mit dem Verlauf. Foto: Olga Zudilin

Initiatoren des Projekts „Arbeitsplatz sucht Frau“ ziehen nach 18 Monaten Bilanz

Von Olga Zudilin

MEPPEN. Über mehrere Monate haben sich Frauen in der Initiative „Arbeitsplatz sucht Frau“ im Emsland beraten, in Sachen Bewerbung coachen und über Arbeitsplätze informieren lassen. Nun haben die Initiatoren des Projekts, das Frauen einen beruflichen Wiedereinstieg erleichtern sollte, Bilanz gezogen und die Ergebnisse vorgestellt.

„Von insgesamt 265 Teilnehmerinnen, die die Angebote genutzt haben, konnten 59 Frauen durch das Projekt in sozialversicherungspflichtige Arbeitsverhältnisse vermitteln werden“, sagte Cornelia Zengerling, Leiterin des Projekts. Davon arbeiten nun 37 Frauen in einer Teilzeitund 22 Frauen in einer Vollzeitbeschäftigung. Der größte Teil der Frauen (32) ist in einem kaufmännischen Beruf untergekommen. Die zweitgrößte Gruppe bilden jeweils sechs Frauen in einem gewerblich-technischen Beruf und im Handel. „Die Vorgeschichte zum Projekt bildet ein Kreistagsbeschluss vom 15. August 2011, welcher vorsah, dass die Frauenerwerbsquote im Emsland erhöht werden sollte“, erklärte Landrat Reinhard Winter. Dies sei auch das Ziel des Projekts „Arbeitsplatz sucht Frau“ gewesen, das am 1. März 2012 startete.
Gerichtet war es an arbeitssuchende Frauen aus dem Emsland, die aus ihrem Beruf für eine längere Zeit ausgeschieden waren, aber keine Transferleistungen bezogen haben. Durchschnittlich waren die Frauen 15 Jahre aus dem Berufsleben ausgeschieden. 34 Prozent der Teilnehmerinnen waren zwischen 25 und 44 Jahre und fünf Prozent waren über 55 Jahre alt. Den größten Teil der Gruppe (61 Prozent) bildeten allerdings Teilnehmerinnen zwischen 45 und 54 Jahren.

Bis zum 30. August gab es 15 Qualifizierungen in Meppen, Lingen, Papenburg, Dörpen und Salzbergen. Im Durchschnitt haben die Frauen zehn Monate am Projekt teilgenommen. Daran beteiligt waren der Landkreis Emsland, die Emsländische Stiftung Beruf und Familie, der Wirtschaftsverband Emsland und der Projektträger Belos-Netzwerk. „In den Beratungen haben wir den Frauen unter anderem vermittelt, wie sie ihre Bewerbung und ihr Profil am Besten gestalten und für die Jobsuche einsetzen“, sagte Zengerling. Außerdem wurden Stellenangebote für die Projektteilnehmerinnen recherchiert und Kontakte zwischen den Frauen und emsländischen Unternehmen hergestellt.

Arbeitsplätze vermittelt

Zu den Teilnehmerinnen, die durch das Projekt einen neuen Arbeitsplatz bekommen haben, gehört auch Juliana Wahnes, die 15 Jahre lang als Diplom-Ingenieurin in der Lebensmitteltechnologie tätig war. Für neun Jahre war sie wegen Familienplanung aus ihrem Job raus. Nun wollte die dreifache Mutter wieder in ihren alten Beruf zurückkehren. „Neben Rhetorik- und EDV-Schulungen wurden mit uns auch Bewerbungsgespräche simuliert“, erzählt Wahnes. Die Ingenieurin ist sich sicher, dass sie ohne das Projekt nicht so schnell einen neuen Arbeitsplatz gefunden hätte.
Die Initiatoren zeigten sich mit dem Ergebnis des Projektes sehr zufrieden. Allerdings müsse die Erwerbsquote von Frauen auch weiterhin gesteigert werden, sagte Winter. Angesichts des demografischen Wandels und des Fachkräftemangels könne das Potenzial von Frauen nicht einfach ignoriert werden. „Die Unternehmen und die Frauen müssen zum Teil auch ihre Denkweise verändern und aufeinander zugehen“, sagte Ursula Günster-Schöning, Unternehmenscoach bei der Emsländischen Stiftung Beruf.

 

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