"Stiftungsidee fällt auf fruchtbaren Boden"

Quelle: Meppener Tagespost, 26.11.2008

Zwei Jahre nach ihrer Gründung hat die „Emsländische Stiftung Beruf und Familie“ eine Vielzahl von Betreuungsprojekten auf den Weg gebracht. Auf der Sitzung des Jugendhilfeausschusses zog der Unternehmenscoach der Stiftung, Ursula Günster-Schöning, eine positive Zwischenbilanz. 

"Die Idee der Stiftung ist auf fruchtbaren Boden gefallen“, sagte Günster-Schöning. Die staatlich anerkannte Sozialfachwirtin und Pädagogin aus Meppen machte aber auch deutlich, dass es bei dem erklärten Förderziel, Beruf und Familie unter einen Hut zu bringen, noch zahlreiche Felder zu beackern gibt.

Seit einem Jahr bildet Günster-Schöning das Bindeglied zwischen Betrieben und Familienzentren, Kindertagesstätten beziehungsweise Grundschulen. Die Stiftung, an deren Gründung im Dezember 2006 mehr als 40 emsländische Unternehmen beteiligt waren und deren Stammkapital inzwischen knapp zwei Millionen Euro beträgt, unterstützt unter anderem Förderanträge und Vorschläge zur besseren Vereinbarkeit von Beruf und Familie.

Günster-Schöning berät Betriebe, entwickelt Modellprojekte und Konzepte. Bei der BP Erdölraffinerie Lingen beispielsweise wurde ein sogenannter „Integrierter Betriebskindergarten“ mit insgesamt 18 Betreuungsplätzen für Kinder im Alter von sechs Monaten bis elf Jahren eingerichtet (wir berichteten). Die Angebote werden mit Hilfe der Stiftung individuell zugeschnitten. So verfügt der kleine Meppener Betrieb Pro Urban inzwischen über eine betriebsinterne Kinderkrippe mit Still- und Spielzimmer.

Ursula Günster-Schöning hat seit ihrem Amtsantritt Kontakte zu rund 60 Unternehmen geknüpft. „Die Stiftung ist etabliert“, betonte die langjährige Leiterin einer Kindertagesstätte. Und doch hat sich das breitgefächerte Leistungsspektrum der Stiftung offenbar noch nicht flächendeckend herumgesprochen.

Zu den neuesten Projekten der Stiftung gehört der Einsatz von „Notfall-Tagesmüttern“. Dazu wurde im Oktober zunächst im Papenburger Familienzentrum St. Michael ein Tagesbetreuungsstützpunkt eingerichtet (wir berichteten). Ebenfalls neu ist das Modellprojekt „Betreute Grundschule“. Hier geht es darum, eine ebenso verlässliche wie qualitativ hochwertige Betreuung von Grundschülern am Nachmittag (13 bis 18 Uhr) aufzubauen, um berufstätige Eltern zu entlasten.

Günster-Schöning machte deutlich, dass bei allen Konzepten stets das Wohl des Kindes im Mittelpunkt steht. Bei der Umsetzung der wesentlichen Stiftungsziele rückt inzwischen aber auch die Versorgung pflegebedürftiger Angehöriger verstärkt ins Blickfeld.

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