„Stiftungsanliegen größere Akzeptanz verschaffen“

Wirtschaftsverband übernimmt Führung der Familienstiftung

Meppen, 16. Dezember 2019. Seit inzwischen 13 Jahren wirkt die vom Landkreis und Wirtschaftsverband gegründete Emsländische Stiftung Beruf und Familie für die bessere Vereinbarkeit von Berufs- und Privatleben im Emsland. In der turnusmäßigen Stifterversammlung im Kreishaus wurden nun die Aktivitäten der jüngeren Vergangenheit beleuchtet, gleichzeitig stellte der neue Vorsitzende der Stiftung, Ulrich Boll, den rund 60 Gästen verschiedene Veränderungen in der Struktur der Stiftung vor.

Boll, Vorsitzender des Wirtschaftsverbandes, ist zum 7. November an die Spitze der Familienstiftung gerückt, nachdem der ehemalige Vorsitzende Reinhard Winter mit dem Ausscheiden aus dem Amt des Landrats nicht mehr dem Stiftungsvorstand angehört. Landrat Marc-André Burgdorf ist sein Stellvertreter. Auch die Geschäftsführung der Stiftung geht in diesem Zuge von Matthias Funke (Landkreis Emsland) an den Wirtschaftsverband über und wird künftig durch Mechtild Weßling wahrgenommen.

Im Anschluss an eine kurze Begrüßung durch den Hausherrn Marc-André Burgdorf begründete Boll im Rahmen der Stifterversammlung die Veränderungen in der Organisationsstruktur: „Der Wirtschaftsverband bringt sich damit stärker in die Arbeit der Familienstiftung ein und stellt sich seiner Verantwortung als Vertretung der emsländischen Wirtschaft. Denn die Familienfreundlichkeit bleibt ein wesentlicher Standortfaktor – und wir wollen den Stiftungsanliegen in der Unternehmerschaft eine noch größere Akzeptanz verschaffen!“ Er dankte seinem Vorgänger Reinhard Winter und bedauerte den Rückzug von Ursula Günster-Schöning, die ihre Festanstellung als Unternehmenscoach für die Stiftung auf eigenen Wunsch aufgebe. „Frau Günster-Schöning war über lange Jahre Vorkämpferin und das Gesicht der Familienstiftung, daher sind wir alle ihr zu großem Dank verpflichtet“, so der neue Vorsitzende, der gleichzeitig auf Überlegungen verwies, die Expertise Günster-Schönings in anderer Form weiter für die Stiftung zu nutzen.

Boll betonte, dass sich in einer dynamischen Arbeitswelt die Rahmenbedingungen für die Arbeit der Stiftung verändert hätten, und ging auch auf die anhaltend niedrige Zinslage ein, bei der sich kaum Kapitalerträge für Stiftungen erwirtschaften ließen. In 2018 seien dennoch insgesamt mehr als 100.000 Euro durch die Stiftung in satzungsgemäße Projekte geflossen.

Als Beispiele nannte Unternehmenscoach Ursula Günster-Schöning verschiedene Kooperationsprojekte mit dem Wirtschaftsverband im Bereich Bildung und das Emsländische Gütesiegel für Familienfreundlichkeit, das inzwischen an gut 80 Arbeitgeber im Landkreis vergeben werden konnte.

Satzungsgemäß wurden in der Versammlung zudem die Stiftungsgremien besetzt. Dem Vorstand der Stiftung gehören neben dem Vorsitzenden Ulrich Boll (Wirtschaftsverband Emsland) und seinem Vertreter Landrat Marc-André Burgdorf (2. Vorsitzender) Alfons Veer (Fa. Krone), Oliver Roosen (Sparkasse Emsland) sowie Anna Blumenberg (Meyer Werft) an, nachdem Reinhard Winter (Landrat a.D.), Ludwig Momann (Sparkasse Emsland) und Jochen Zerrahn (Meyer Werft) aus dem Gremium ausgeschieden sind. Der Stiftungsrat wiederum ist besetzt mit Magdalena Wilmes (Kreistagsmitglied, Vorsitzende), Elisabeth Knollenborg (Knollenborg und Partner, 2. Vorsitzende), Anna Vosskuhl (DRK-Kita Waldwichtel), Kerstin Stilber (Sparkasse Emsland) und Prof. Dr. Thorsten Litfin (Hochschule Osnabrück), neu hinzu stößt Maria Borgmann (Hölscher Wasserbau).    

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