Familienstiftung bringt integrierten Betriebskindergarten auf den Weg

Modellhaft für Unternehmen mit Schichtbetrieb hat die Emsländische Stiftung Beruf und Familie ihr erstes großes Projekt initiiert: Gemeinsam mit der Deutschen BP AG Erdöl Raffinerie Emsland, dem Lingener Familienzentrum Maria Königin und anderen lokalen Partnern wurde die Einrichtung eines integrierten Betriebskindergartens in Lingen-Holthausen in die Wege geleitet.

In den katholischen Kindergarten St. Ansgar in Lingen-Holthausen soll ein Betriebskindergarten der BP Lingen (Ems) integriert werden – das ist das Ergebnis eines Work-shops, der das Unternehmen auf Initiative der Emsländischen Stiftung Beruf und Familie mit Vertretern des Familienzentrums Maria Königin und des zugehörigen Kindergartens St. Ansgar sowie mit Frau Dr. Haarmann als Vertreterin der Stadt Lingen (Ems) vor wenigen Tagen zusammenführte. Die erforderlichen Mittel, um den Holthausener Kindergarten strukturell, baulich und personell an die Anforderungen der BP anzupassen, bringt das Unternehmen eigenständig in das Projekt ein.

Kernstück der neuen Angebote in St. Ansgar bilden wesentlich erweiterte Betreuungs-zeiten, denn mehr als die Hälfte der Belegschaft der Erdölraffinerie ist im Schichtbetrieb tätig. „Wir möchten unseren Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen durch flexible Betreuungs-angebote den Rücken freihalten. Konventionelle Öffnungszeiten, zum Beispiel von 7:30 bis 17 Uhr, bringen uns nicht weiter“, so Martin Suresch, Geschäftsführer der BP Lingen (Ems). Angedacht sind daher neben einer Notfallversorgung auch eine Ferienbetreuung, Nachmittagsversorgung sowie hochflexible Ad-hoc-Angebote und eine Kinderbetreuung in Randzeiten. Die zusätzlichen Leistungen, die durch das Engagement der BP realisiert werden, können im Übrigen bei entsprechenden Erweiterungen und Modifikationen auch von anderen Unternehmen im Einzugsgebiet wahrgenommen werden.

Ursula Günster, die als Unternehmenscoach die Projekte der Emsländischen Stiftung für Beruf und Familie initiiert und begleitet, setzt auf viele Nachahmer: „Wir hoffen, dass durch das Projekt der BP Lingen eine Art Multiplikatorenwirkung einsetzt und das Beispiel von anderen Arbeitgebern im Landkreis aufgegriffen wird. Für Unternehmen mit Schichtbetrieb hat dieses Konzept absoluten Modellcharakter.“

Kurzfristig soll in St. Ansgar eine Krippengruppe etabliert werden, langfristige Vision ist ein Betreuungsangebot auch für ältere Kinder – also ein Angebot für Kinder von 0 bis 16 Jahren aus einer Hand. Eine Ausweitung der Maßnahmen auf weitere Kindergärten, die dem Lingener Familienzentrum Maria Königin zugeordnet sind, ist denkbar. „70 Prozent unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter haben eine Anfahrt von nur zehn Kilometern oder weniger. Wir möchten daher die idealen Strukturen nutzen, über die das örtliche Familienzentrum bereits verfügt“, erklärt Reinhold Diekamp, Betriebsrat der BP Lingen (Ems). Ein weiteres Argument gegen die Errichtung eines eigenen Kindergartens auf dem BP-Betriebsgelände sieht Ursula Günster: „Im Vergleich zum Neuaufbau eines Betriebskindergartens besticht das Konzept vor allem durch seine Wirtschaftlichkeit.“

„Wir freuen uns, dass die BP Lingen neue Wege beschreitet und unsere junge Stiftung gleich ein so umfassendes Projekt auf den Weg bringen kann. Gleichzeitig möchte ich aber betonen, dass wir allen emsländischen Unternehmen offen stehen und die Förderung der Familienfreundlichkeit ganz individuell und maßgeschneidert vorangetrieben werden kann“, ergänzt Landrat Hermann Bröring in seiner Funktion als Stiftungsvorsitzender.

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