Nachmittagsangebote für Grundschüler

Für eine bessere Vereinbarkeit von Familie und Beruf auch für Eltern von Grundschulkindern ist jetzt im Emsland ein Modellprojekt mit dem Namen „Betreute Grundschule“ gestartet.

 Die Emsländische Stiftung Beruf und Familie finanziert in einer Co-Finanzierung mit Mitteln des Niedersächsischen Landesprogramms „Familie mit Zukunft“ die Ausbildung von etwa 45 interessierten Frauen, die zukünftig an verschiedenen Grundschulen im Emsland eine Nachmittagsbetreuung mit kreativen, sportlichen oder musikalischen Angeboten sowie einer qualifizierten Hausaufgabenbetreuung vorhalten sollen.

Landrat Hermann Bröring sagte anlässlich des Kursbeginns in Meppen: „Das Dilemma ist, dass die momentanen Angebote für Grundschulkinder auf die sogenannten Kernzeiten definiert sind und es in den Randzeiten Defizite gibt. Daran arbeiten wir.“

Die Betreuerinnen werden in einem bis November dauernden, 176 Stunden umfassenden Kurs in Zusammenarbeit mit Experten der Volkshochschule (VHS) ausgebildet. Auf dem Stundenplan steht unter anderem Entwicklungspsychologie, Pädagogik im Grundschulalter oder systemische Hausaufgabenbetreuung. Zudem ist auch eine Praxisbegleitung Teil der Ausbildung. Als Teilnehmerinnen angesprochen waren vor allem Tagesmütter, Erzieherinnen, Lehrerinnen oder Sozialpädagogen.

Sie werden nach Abschluss der Zusatzqualifikation „Pädagogische Mitarbeiter für Grundschulen“ im Bestfall an eine Grundschule vermittelt, und dort entweder als Honorarkraft, auf Basis eines 400-Euro-Vertrages oder an eigenverantwortlichen Schulen mit Hilfe von Schulmitteln des Landes beschäftigt. „Wir sind dankbar, dass Sie mitmachen, da wir nach Ende des Projektes kein Beschäftigungsverhältnis garantieren können. Aber die Erfahrung zeigt, dass sich eine Finanzierung entwickelt, wenn die Nachfrage da ist“, so Bröring zu den Kursteilnehmerinnen aus dem ganzen Emsland.

Wie das Modell im Alltag funktioniert und angenommen wird, soll durch eine Begleitung in der Praxis sowie eine enge Zusammenarbeit mit den beteiligten Schulen ermittelt werden. Nach diesem ersten Lehrgang werden zwei weitere Kurse angeboten. Der zweite Lehrgang beginnt ab Januar 2009. Ein dritter Lehrgang ab April 2009 ist besonders für Personen gedacht, die noch über keine Tagesmütterausbildung verfügen und diese nun vorab absolvieren.

(Erschienen am 18. September 2008 in der Neuen Osnabrücker Zeitung, Autor: Frauke Backs)

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