„Mit gezielten Arbeitsschwerpunkten in die Zukunft“

Expertenrunde entwickelt neue Handlungsfelder der emsländischen Familienstiftung

„Nach mehr als vier Jahren Stiftungstätigkeit ist es an der Zeit, die Arbeit der Familienstiftung einer Analyse zu unterziehen und konkrete Handlungsansätze und Aufgabenstellungen für die Zukunft zu definieren“, mit diesen Worten empfing Landrat Hermann Bröring in seiner Funktion als Vorsitzender der Stiftung rund 30 Teilnehmer eines Expertenworkshops am 12. April im Kreishaus in Meppen. Gemeinsam wurden die zukünftigen Arbeitsschwerpunkte der Emsländischen Stiftung Beruf und Familie diskutiert, um auch weiterhin die konkreten Bedürfnisse der emsländischen Unternehmen und ihrer Mitarbeiter gezielt bedienen zu können.

Sofie Geisel vom Unternehmensnetzwerk „Erfolgsfaktor Familie“ moderierte die Veranstaltung und stellte in ihrem Impulsvortrag die bundesweiten Schwerpunkte in Bezug auf die Vereinbarkeit von Familie und Beruf heraus. Anschließend erörterten die Workshopteilnehmer, unter ihnen beispielsweise Vertreter der Stiftung, emsländischer Unternehmen, des Landkreises, einzelner Familienzentren und der Kammern, welche zusätzlichen Tätigkeitsfelder die Familienstiftung in den nächsten Jahren für sich erschließen und besetzen kann.

Dazu wurden auf der Grundlage teils provokanter Hypothesen die wichtigsten Themen in der Vereinbarkeit von Familie und Beruf bewertet und im Anschluss in Kleingruppen mit Beispielen und konkreten Aufträgen für die Stiftung unterfüttert. Dabei stellte sich heraus, dass die bestehenden Projekte, etwa das emsländische Gütesiegel für Familienfreundlichkeit oder verschiedene Maßnahmen im Bereich Beruf und Pflege einhellige Zustimmung finden, dass aber auch andere Aspekte verstärkt zu berücksichtigen sind. So wurde etwa die generelle Anforderung gestellt, die Stiftung möge weitere Beiträge leisten, alte Rollenbilder von Frau und Mann aufzubrechen. Mit Erfolgsbeispielen aus der Region sollten insbesondere Frauen motiviert werden, neben der Familie auch die Karriere in Angriff zu nehmen. Als übergeordnete Stiftungsaufgabe forderten die Teilnehmer zudem eine Art „Baukasten“ für Personalverantwortliche, der praxistaugliche Werkzeuge bei Konflikten zwischen Familienleben und Berufsalltag bereithalten solle.

Abgerundet wurde die Veranstaltung durch den Vortrag von zwei Studentinnen der Berufsakademie Emsland, die in einer Seminararbeit die Struktur sowie Vor- und Nachteile betrieblicher Kinderbetreuung anhand emsländischer Beispiele analysierten.

„Dieser Workshop hat uns einige wertvolle neue Impulse gegeben“, resümierte Bröring. „Mit unserem Unternehmenscoach werden wir uns jetzt daran machen, die bisherigen Stiftungsaktivitäten weiter auszubauen und die neuen Anregungen in konkrete Projekte umzumünzen – getreu dem Motto ‚Das eine tun und das andere nicht lassen’.“


PRESSESTIMMEN

Talente treffen Wirtschaft
Meppen. 31 Emsland Stipendien sind vom Wirtschaftsverband Emsland und... 
Veränderung der Führung – Führung der Veränderung
Auftaktveranstaltung zum 10-jährigen Jubiläum der Emsländischen... 
Familienfreundlichkeit weiter mit Hochkonjunktur
60 emsländische Unternehmen seit 2010 zertifiziert  

» Weitere Meldungen

Hier gehts zur Galerie der
10 Jahresfeier