Fachkräfte gewinnen durch Familienfreundlichkeit

Fachkräfte gewinnen durch Familienfreundlichkeit Vorträge "Betriebliche Kinderbetreuung" finden großes Interesse

Familienfreundlichkeit rechnet sich für Unternehmen, denn die Kosten für die Wiederbeschaffung eines qualifizierten Mitarbeiters seien verhältnismäßig hoch im Vergleich zu den Kosten für die Umsetzung familienfreundlicher Maßnahmen. Dieses Fazit zog Ursula Günster-Schöning von der Emsländischen Stiftung Beruf und Familie bei zwei Vorträgen zum Thema „Vereinbarkeit von Familie und Beruf - Familienfreundlichkeit als Wettbewerbsfaktor“.

Eingeladen zu den Veranstaltungen hatte der Verbund familienfreundlicher Unternehmen e. V. im September in das Druckhaus Friedr. Schmücker GmbH Löningen bzw. in das Rathaus der Gemeinde Steinfeld.

Durch eine betriebliche Kinderbetreuung könnten nicht nur qualifizierte Mitarbeiter im Unternehmen gehalten werden, sondern das Unternehmen hätte auch einen Wettbewerbsvorteil bei der Suche nach Fachkräften. „Ein hoher Gehaltsscheck reicht heute nicht mehr aus, um Fachkräfte zu gewinnen“, betonte Ursula Günster-Schöning.

Anhand konkreter Beispiel zeigte Ursula Günster-Schöning, wie betriebliche Kinderbetreuung umgesetzt werden kann und welche Kosten entstehen. Bei einem integrierten Betriebskindergarten in Kooperation mit einem örtlichen Kindergarten oder bei betrieblichen Belegplätzen beispielsweise lägen die Kosten für einen Platz zwischen 400 – 980 Euro im Monat. Andere Möglichkeiten seien eine betriebseigene Großtagespflege oder eine Betriebskindertagesstätte. Letztere würde sich aus Kostengründen jedoch nur für größere Unternehmen anbieten.

Aber auch mit einfachen Maßnahmen wie einer Notfallbetreuung, Gutscheinheften, Geburtsbeihilfen oder Feriencamps könnten Mitarbeiterfamilien unterstützt werden.

Eine Alternative seien auch Kooperationen mit Tagesmüttern. Dazu stellten jeweils Vertreterinnen der Kindertagespflegeorganisationen der Landkreise ihre Arbeit vor. Für den Südkreis Vechta war dies Andrea Platen vom Netzwerk Kindertagespflege im Südkreis Vechta und für den Landkreis Cloppenburg Nancy Henke vom Kindertagespflegebüro Cloppenburg. Sie stellten heraus, welche Bedeutung Tagesmütter für die Betreuung von Kindern berufstätiger Eltern hätten, denn sie sicherten nicht nur eine familiennahe Betreuung sondern auch eine hohe Flexibilität, von der die Unternehmen profitieren könnten.

Kinderbetreuung, Pflege älterer Menschen und der Wunsch der Arbeitnehmer nach Flexibilität und einem ausgewogenen Verhältnis von Arbeit und Privatleben würden eine wachsende Rolle spielen, ist sich Ursula Günster-Schöning sicher. Die Unternehmen müssten sich hier für die Zukunft gut aufstellen, denn im Wettbewerb hätten familienfreundliche Unternehmen die Nase vorn.

Die Veranstaltung „Betriebliche Kinderbetreuung“ ist Teil des Informationsangebotes, mit dem der Verbund familienfreundlicher Unternehmen e. V. seine Mitglieder bei der Vereinbarkeit von Beruf und Familie unterstützt.

Um Familiensinn in Unternehmen geht es in einer Ausstellung in der Sparkasse. Zur Eröffnung kamen (von links): Axel Kropp, (Sparkasse), Ursula Günster-Schöning, Unternehmenscoach, und Siegfried Gladis (Sparkasse).

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