Engagement von Unternehmen in der Kinderbetreuung ausgezeichnet

Quelle: Meppener Tagespost, 05.02.2009

jka Meppen/Berlin. Die Emsländische Stiftung Familie und Beruf ist gestern in Berlin von der Bertelsmann Stiftung für ihr gesellschaftliches Engagement ausgezeichnet worden. Die Stiftung ist als einer von neun Preisträgern aus rund 1000 Bewerbungen ausgewählt worden. Die Bertelsmann Stiftung zeichnete den Tagesbetreuungsstützpunkt in Papenburg aus, den es seit dem Herbst 2008 gibt. Laut Projektbeschreibung ist es das Ziel des Betreuungsstützpunktes, „den Mitarbeitern der beteiligten Unternehmen aus dem Emsland kurzfristig erfahrene Tagesmütter zur Verfügung zu stellen, falls die Betreuung ihres Kindes anders nicht organisiert werden kann. Die Unternehmen zahlen dafür einen jährlichen Beitrag an die Stiftung und entlasten ihre Mitarbeiter so nachhaltig bei der Betreuung ihrer Kinder.“

Liz Mohn, stellvertretende Vorsitzende der Bertelsmann Stiftung, verdeutlichte während der Preisverleihung, dass gerade die kleinen und mittelständischen Unternehmen wirtschaftlichen Erfolg mit gesellschaftlicher Verantwortung verbinden würden. „Die Unternehmer setzen damit gerade in der gegenwärtigen Krise ein positives Zeichen. Sie zeigen, welchen aktiven Beitrag Unternehmen für das Gemeinwesen leisten können“, heißt es in einer Pressemitteilung der Bertelsmann Stiftung.

Der saarländische Ministerpräsident Peter Müller unterstrich als Laudator: „Die gegenwärtigen Herausforderungen sind ohne das aktive Engagement seitens der Unternehmer nur schwer zu meistern. Verantwortliches Unternehmertum ist Voraussetzung für einen erfolgreichen Wandel und für wirtschaftlichen Erfolg.“

Vertreter der Bertelsmann-Initiative „Unternehmen für die Region“, die sich mit der gesellschaftlichen Verantwortung von Unternehmen befasst, überreichten während des Festaktes ein Positionspapier an Müller in seiner Funktion als aktueller Präsident des Bundesrates. Die Unternehmer teilen darin die Überzeugung, dass ihr gesellschaftliches Engagement der nachhaltigen Wettbewerbsfähigkeit Deutschlands diene. Dabei sei jedoch wichtig, dass unternehmerisches Handeln das staatliche Handeln nicht ersetzen, sondern nur ergänzen könne.

Landrat Hermann Bröring, gleichzeitig Vorstandsvorsitzender der Emsländischen Stiftung Beruf und Familie, sprach gegenüber unserer Zeitung von einem „Riesenvorteil“ für mittelständisch geprägte Regionen. „Der Mittelstand ist oft die Stütze des gesamten gesellschaftlichen und sozialen Engagements.“ Dass das emsländische Projekt deutschlandweit hervorgehoben werde, mache ihn froh und stolz. Das gelte zum einen für die Mitglieder der Stiftung, zum anderen aber explizit auch für das Papenburger Familienzentrum, sagte er am Rande der Preisverleihung in Berlin. Gleichzeitig sei die Auszeichnung eine Verpflichtung und ein Ansporn für die Zukunft. Bröring: „Wir müssen uns noch mehr engagieren und noch mehr tun.“

Im Jahr 2006 haben der Wirtschaftsverband Emsland und der Landkreis die Emsländische Stiftung gegründet, um die Vereinbarkeit von Familie und Beruf in der Region zu verbessern. Die Stiftung ist inzwischen auf mehr als 50 Mitgliedsunternehmen angewachsen. Das Stiftungskapital beträgt heute rund zwei Millionen Euro.

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