Emsländische Erfolgsrezepte der Kinderbetreuung ausgezeichnet

Stiftung Beruf und Familie vergibt Auszeichnungen an engagierte Kindertagesstätten

Meppen/Lingen. Die emsländischen Familienzentren Purzelbaum, Lathen, St. Michael, Papenburg, und St. Jakobus, Sögel, leisten „ausgezeichnete“ Arbeit: Für ihr besonderes Engagement im Hinblick auf eine bessere Vereinbarkeit von Familie und Beruf wurden die drei Kindertageseinrichtungen nun durch die  Emsländische Stiftung Beruf und Familie mit einer Best-Practice-Auszeichnung geehrt. 

In der diesjährigen Stifterversammlung blickte Landrat Hermann Bröring, Vorstands-vorsitzender der Emsländischen Stiftung Beruf und Familie, mit den anwesenden Vorstandsmitgliedern und Stiftern auf zahlreiche erfolgreich umgesetzte Projekte sowie drei bundesweite Auszeichnungen für die Arbeit der Stiftung zurück. Gleichzeitig machte er deutlich, dass die Familienstiftung in dieser Form bundesweit einzigartig ist – und dafür nicht nur Preise einheimst, sondern erfolgreiche Arbeit auch selbst honoriert.

„In der Kinderbetreuung sind die emsländischen Einrichtungen fortschrittlich und innovativ. Einzelne Kindertagesstätten und Familienzentren verwirklichen schon jetzt eine ganze Reihe beispielhafter Betreuungsmodelle – und genau dieses zusätzliche Engagement, das nur selten im Fokus der Öffentlichkeit steht, wollen wir belohnen“, so Landrat Hermann Bröring, Vorstandsvorsitzender der Familienstiftung.

Dazu initiierte die Familienstiftung 2008 einen so genannten Best-Practice-Wettbewerb: Alle mehr als 120 emsländischen Kindertagesstätten waren aufgerufen, ihre Konzepte einzureichen, die gezielt auf die Bedürfnisse lokaler Arbeitnehmer zugeschnitten sind und auf diesem Wege dazu beitragen, dass Beruf und Familie besser vereinbart werden können.

Die mit je 3.000 Euro dotierte Auszeichnung wurde an drei Initiativen mit unterschiedlichen Ansätzen vergeben:

Das Familienzentrum Purzelbaum in Lathen erhielt den Preis für seine flexible Übermittag- und Nachmittagbetreuung durch Leihomas. Hier werden die Kinder bei Bedarf während der Mittagszeit von ehrenamtlichen Leihomas betreut, wobei neben der Ad-hoc-Mittagsbetreuung auch die Mitnahme von portionierten Mahlzeiten möglich ist.

Das Familienzentrum St. Michael in Papenburg wiederum richtet sich samstags mit einem Café-Angebot an Alleinerziehende und ihre Kinder. Diese können sich durch das Projekt, das sich inzwischen selbst trägt, am arbeitsfreien Samstag mit Personen in der gleichen Situation austauschen und so ihre sozialen Kontakte ausbauen.

Mit der generellen Öffnung der Kindertagesstätte am Samstag überzeugte das Sögeler Familienzentrum St. Jakobus die Jury. Die Tagespflege durch drei qualifizierte Tagesmütter ist eine Reaktion auf konkrete Elternwünsche, denn insbesondere von berufstätigen Frauen registrierte die Leitung  eine starke Nachfrage nach einem Samstagsangebot.

„Alle drei Projekte sind beispielhaft und überzeugen nicht zuletzt dadurch, dass sie mehr sind als nur gute Ideen – denn sie sind praxistauglich und haben sich im Alltag bewährt“, lobte Bröring die Konzepte der Preisträger.

„Bei der Vereinbarkeit von Familie und Beruf spielen die Betreuungseinrichtungen eine entscheidende Rolle. Daher müssen wir einen gemeinsamen Weg gehen und zukünftig noch passgenauere und flexiblere Antworten auf die konkreten Bedürfnisse der Arbeitnehmer und Arbeitgeber finden“, so der Landrat abschließend.

Im Beisein der Stifter der Emsländischen Stiftung Beruf und Familie überreichen Landrat Hermann Bröring (Vorstandsvorsitzender; l.) und Inge Hennekes (Beiratsvorsitzende; r.) die Best-Practice-Auszeichnungen an die Leiterinnen sowie die Trägervertreter der Familienzentren in Lathen, Papenburg und Sögel.

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