Emsländische Erfolgsbeispiele auf dem Berliner Unternehmenstag

Unternehmenstag des „Erfolgsfaktor Familie“ im Haus der Deutschen Wirtschaft

Berlin/Meppen, 28. April 2010. Gute Ideen für mehr Familienfreundlichkeit in Unternehmen – darum drehte sich alles beim 3. Unternehmenstag der Initiative „Erfolgsfaktor Familie“ am 21. April in Berlin. Mit dabei drei Vertreter des Emslandes: Die Emsländische Stiftung Beruf und Familie sowie die Unternehmen Barlage GmbH und PRO URBAN GmbH, mit denen die Stiftung projektbezogen kooperiert. Mehr als 400 Unternehmensvertreter hatten so die Möglichkeit, sich vor Ort über das Tagesbetreuungsstützpunkt und seine Notfallbetreuung sowie die betriebseigene Krippe der PRO URBAN GmbH zu informieren.

Die Veranstaltung, in der u. a. Dr. Kristina Schröder, Bundesministerin für Familie, Senioren, Frauen und Jugend zum Thema „Familienfreundlichkeit als Wettbewerbsfaktor“ sprach, bot ein breites Spektrum, von Väterfreundlichkeit über Schulkinderbetreuung bis hin zum  „FamilienfreundlichkeitsCheck“.
 
Das Forum, in dem die emsländischen Konzepte vorgestellt wurden, stand unter dem Motto „Kinderbetreuung – Wie kann man mit lokalen Akteuren zusammenarbeiten und wie organisiert man Verbundlösungen?“. Ursula Günster-Schöning, Unternehmenscoach der Emslandischen Stiftung Beruf und Familie, erklärte hier den Tagesbetreuungsstützpunkt. Dieser vermittelt im nördlichen Emsland fest angestellte Tagesmütter in Notfällen an Unternehmen, die einen Vertrag mit dem Stützpunkt geschlossen haben, bzw. an deren Mitarbeiter. Die steuerlich absetzbare Gebühr ist dabei abhängig von der Betriebsgröße: Pro Mitarbeiter zahlt jedes Unternehmen lediglich 15 Euro jährlich, Mitglieder der Stiftung zahlen sogar nur 10 Euro. Elf Unternehmen nutzen inzwischen den Service. „Gerade in kleinen und mittelständischen Unternehmen stellt der kurzfristige Ausfall eines Mitarbeiters im Arbeitsalltag oftmals ein großes Problem dar“, begründet etwa Dieter Barlage, Inhaber und Geschäftsführer der Barlage GmbH, seine Teilnahme am Modellprojekt.
Die betriebseigene Krippe „Stadtpünktchen“ stellte Marisa Möller, Geschäftsführerin des Meppener Bauträgers PRO URBAN GmbH, vor. Das Konzept der Betreuungseinrichtung wurde 2008 gemeinsam durch Beschäftigte, Unternehmensleitung und die Emsländische Stiftung entwickelt: Eine Erzieherin betreut an vier Tagen von 8.00 bis 15.30 Uhr oder bei Bedarf bis 17 Uhr die Kinder der Mitarbeiterinnen im eigens eingerichteten Spielzimmer oder Ruheraum. Den Löwenanteil der Kosten trägt das Unternehmen, das im Gegenzug eine wesentlich höhere Bindung der Beschäftigten an das Unternehmen verzeichnet. Die Erfahrungen zeigen zudem, dass die jungen Mütter bereits acht bis zwölf Wochen nach der Geburt des Kindes wieder an ihren Arbeitsplatz zurückkehren.

„Eine sehr gute Resonanz und viel Lob“, ernteten die emsländischen Best-Practice-Beispiele laut Günster-Schöning in Berlin. „Auf derartigen Netzwerktreffen wird immer wieder deutlich, dass das Emsland in punkto Familienfreundlichkeit weit vorne rangiert. Die Vielfalt unserer Stiftungsarbeit setzt in vielen Bereichen tatsächlich Maßstäbe und ist beispielhaft für andere“, so der Unternehmenscoach weiter. „Die Stadt Bamberg etwa interessiert sich sehr für unseren Tagesbetreuungsstützpunkt und will diesen als Vorbild für ein eigenes Projekt nutzen“.

  

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