Betreuungsnotfall? Anruf genügt!

Emsländische Stiftung bringt Tagesbetreuungsstützpunkt auf den Weg

Meppen/Papenburg, 8. Oktober 2008. Ein neues und flexibles Angebot, das Unternehmen für ihre Mitarbeiter in Anspruch nehmen können, bereichert ab sofort die bestehenden Strukturen der Kinderbetreuung im nördlichen Emsland: der Tagesbetreuungsstützpunkt. Kern des Projektes der Emsländischen Stiftung Beruf und Familie ist die kurzfristige Vermittlung von Tagesmüttern an Arbeitnehmer in (Betreuungs-)Notfällen.

„Wir schließen eine Lücke“, so die überzeugend einfache Feststellung von Landrat Hermann Bröring bei der Präsentation des Projektes vor Vertretern regionaler Unternehmen in Papenburg. „Wenn einer Mutter oder einem Vater morgens die geplante Kinderbetreuung für den Tag wegfällt, bleibt bisher in erster Linie nur die Möglichkeit, Betreuungsalternativen aus dem privaten Umfeld aus dem Hut zu zaubern – das ist aber oft schwierig und für viele Eltern sogar unmöglich“, so der Landrat weiter. „Wenn Vater oder Mutter dann selbst zuhause bleiben müssen und nicht zur Arbeit fahren können, verlagert sich das Problem direkt auf den Arbeitgeber“, ergänzt Dieter Barlage, Vorsitzender des emsländischen Wirtschaftsverbandes.

Die beiden Vorstandsmitglieder der Emsländischen Stiftung Beruf und Familie kennen diese Problematik und sehen im Tagesbetreuungsstützpunkt eine pragmatische und unkomplizierte Lösung. Angedockt an das Familienzentrum St. Michael in Papenburg vermittelt die lokale Anlaufstelle Tagesmütter bei Notfällen an Mitarbeiter beteiligter Unternehmen. Die fest angestellten Tagesmütter sind an verschiedenen Standorten positioniert, so dass bei einem Notfall innerhalb von maximal zwei Stunden die Betreuung vor Ort ist. Die Notfälle können zum Beispiel darin bestehen, dass die reguläre Betreuung – zum Beispiel bei Krankheit der Tagesmutter – ausfällt, das Kind krank ist oder die Eltern kurzfristig veränderten oder höheren Betreuungsbedarf haben, wenn sie sehr kurzfristig eine Dienstreise antreten oder eine Fortbildung besuchen müssen. Ebenso zählt ein Betriebsunfall zu den (Betreuungs-)Notfällen, wenn das Kind aus dem Grunde nicht vom Kindergarten oder der Schule abgeholt und versorgt werden kann.

Die Tagesmutter betreut das Kind entweder bei sich zu Hause oder im Betrieb oder nimmt es mit in das jeweilige Familienzentrum (bei Krankheit des Kindes wird auch im Haus der Eltern betreut). Die komplette Abwicklung, Vermittlung, Kontrolle usw. läuft über den Stützpunkt. Die „Notbetreuer“ helfen bei folgenden Situationen:

Unternehmen, die an diesem Modell teilhaben, sichern sich gegen einen geringen jährlichen Beitrag, der zudem steuerlich absetzbar ist, eine hohe Planungssicherheit und garantierte Soforthilfe. Die Gebühr ist dabei abhängig von der Betriebsgröße: Pro Mitarbeiter zahlt jedes Unternehmen 15 Euro jährlich, maximal jedoch 8.000 Euro im Jahr. Für Mitglieder der Stiftung ist der Beitrag mit 10 Euro je Mitarbeiter und einer Maximalsumme von 6.000 Euro sogar noch geringer. „Gerade in kleinen und mittelständischen Unternehmen stellt der kurzfristige Ausfall eines Mitarbeiters im Arbeitsalltag oftmals ein großes Problem dar. Durch die Abhängigkeit von der Belegschaftsgröße können sie bereits für eine geringe Jahresgebühr vom neuen Angebot profitieren, da keine weiteren Betreuungskosten entstehen“, erklärt Barlage das gestaffelte Finanzierungsmodell. „Das Projekt ist absolut alltagstauglich. In Notsituationen wird das Angebot zukünftig vielen emsländischen Arbeitgebern und Arbeitnehmern den Rücken freihalten“, ist auch Bröring vom Erfolg des Tagesbetreuungstützpunktes überzeugt und kündigt gleichzeitig weitere Pläne an: „Wenn die Resonanz so gut ist, wie wir erwarten, dann ist eine Ausweitung der Idee auf das gesamte Emsland sicher der nächste Schritt.“

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