„Bedürfnisse pflegender Mitarbeiter berücksichtigen“

Auftaktveranstaltung des Arbeitskreises Beruf und Familie ein voller Erfolg

Meppen, 30. April 2010. Unter dem Leitmotiv der „Vereinbarkeit von Beruf und Pflege“ fand am vergangenen Mittwoch im Kreishaus in Meppen eine Informationsveranstaltung des Wirtschaftsverbandes Emsland e. V. in Kooperation mit der Emsländischen Stiftung Beruf und Familie statt. Neben konkreten Lösungsmodellen wurde insbesondere zum Ausdruck gebracht, dass Unternehmen von einer besseren Vereinbarkeit von Pflege und Beruf profitieren – etwa durch höhere Mitarbeitermotivation, entsprechend weniger Fehlzeiten und eine gesteigerte Attraktivität im Kampf um Fachkräfte. Dass das Themenfeld den Nerv der Zeit trifft, belegte die gute Resonanz: 120 Gäste, die große Mehrheit davon Personalleiter oder sonstige Unternehmensvertreter, kamen auf Einladung des Arbeitskreises Beruf und Familie zusammen.

In seiner Begrüßung unterstrich Hausherr Landrat Hermann Bröring die wachsende Bedeutung der Vereinbarkeit von Beruf und Pflege im Emsland. Dieses Themenfeld werde der Landkreis – wie auch den weiteren Ausbau der Kinderbetreuung – aktiv und nachhaltig angehen. „Wir müssen gemeinsam die Strukturen schaffen, um Familien, die einen Angehörigen pflegen, zu entlasten“, erklärte Bröring. „Gerade Unternehmen sind zunehmend gefordert, die Bedürfnisse pflegender Mitarbeiter zu berücksichtigen“, brachte der Landrat die Marschrichtung der Veranstaltung auf den Punkt.  

Dr. Hermann Kues, Parlamentarischer Staatssekretär im Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, hob die bundesweite Vorreiterrolle hervor, die der Landkreis im Themenfeld Pflege und Beruf mit seinen Initiativen einnehme. Er bezog sich damit auch auf den Pflegestützpunkt Emsland, der im Verlauf der Veranstaltung als zentrale Anlaufstelle und unabhängige Instanz rund um alle Fragen zur Pflege vorgestellt wurde.

Im Anschluss an eine kurze Vorstellung des „Restrisikotheaters“ des TPZ Lingen, das die Thematik anschaulich und emotional interpretierte, wurden die Angebotsstruktur zur Pflege im Landkreis Emsland vorgestellt, sowie steuerliche und rechtliche Bedingungen für Arbeitgeber und Arbeitnehmer thematisiert. Wie eine bestmögliche Mitarbeiterberatung ganz konkret aussehen kann, erörterten in einem Praxisforum Unternehmensvertreter, Pflegeeinrichtungen und Betroffene.

Rechtliche Voraussetzungen zum Pflege- und Pflegezeitgesetz wurden den Teilnehmern in Form zweier Broschüren nahe gebracht: eine Publikation für betroffene Mitarbeiter, die andere für Personalverantwortliche. Diese stehen auf den Webseiten des Wirtschaftsverbandes (www.wv-emsland.de) und der Familienstiftung (www.familienstiftung-emsland.de) zum Download bereit. Eine kurze Vorstellung des Pflegestützpunktes Emsland finden Interessierte im Videoarchiv unter www.emsland.de. 

Bilder der Veranstaltung sowie weitere Materialien finden Sie hier!

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