700.000 Euro für Familienfreundlichkeit im Emsland

Emsländische Stiftung Beruf und Familie beschließt neue familienfreundliche Projekte

Meppen, Oktober 2011. In einer gemeinsamen Sitzung von Stiftungsvorstand und -rat hat die Emsländische Stiftung Beruf und Familie erneut Nägel mit Köpfen gemacht und vier Projekte auf den Weg gebracht – von der Erhöhung der Frauerwerbsquote über eine Ferienbetreuung von Grundschulkindern bis hin zur Qualifizierung von Schulbegleitern. Das finanzielle Gesamtvolumen, das die Stiftung in den kommenden Jahren dafür einbringt, beträgt bis zu 700.000 Euro. „Es ist dem großen Engagement der emsländischen Wirtschaft zu verdanken, die unsere Stiftung finanziert, dass wir diese wichtigen Projekte umsetzen und so die Familienfreundlichkeit im Emsland gezielt vorantreiben können“, unterstreicht Landrat Hermann Bröring, Vorsitzender der Stiftung.

Die vier unterschiedlichen Projektansätze kennzeichnen die Vielfalt der Stiftungsarbeit: So widmet sich ein Projekt dem Wiedereinstieg in das Berufsleben von Frauen ab 45. Hier bringt sich die Stiftung mit ihrem Know-how und einem finanziellen Anteil von rund 90.000 Euro in eine geplante Maßnahme des Landkreises und des Wirtschaftsverbandes Emsland e. V. ein, die die Erhöhung der Frauenerwerbsquote zum Ziel hat. „In diesem Projekt kommen wir nicht nur unserem Stiftungszweck nach, sondern können gleichzeitig einen Baustein zum Kampf gegen den Fachkräftebedarf beitragen“, so Brörings Bewertung. Das auf 18 Monate angelegte Projekt setzt auf eine enge Zusammenarbeit mit der Wirtschaft und will durch ein „training on the job“ Berufsrückkehrerinnen gezielt fit machen für unbesetzte Arbeitsstellen.

Ein weiteres Konzept, das nun in die Tat umgesetzt werden soll, befasst sich mit der Ferienbetreuung von Grundschülern. Eltern haben im Gegensatz zu ihren Kindern in der Regel nur ca. sechs Wochen Urlaub. Damit geht, insbesondere bei kleineren Kindern, die Frage nach der Betreuung in der Ferienzeit einher. Modellhaft soll daher in verschiedenen Städten und Gemeinden im Emsland eine Betreuung auch in den Oster-, Sommer- und Herbstferien erprobt werden. Das Modellprojekt ist auf bis zu fünf Jahre ausgelegt und erfordert einen jährlichen Mitteleinsatz von rund 100.000 Euro.

In der Sitzung wurde zudem die Weiterführung von zwei Projekten beschlossen, die auf nachhaltiges Interesse stoßen. Das flächendeckend ausgebaute Angebot an Ganztagsschulen im Emsland kommt Eltern und Kindern zugute, bedeutet für Schulen aber einen erhöhten Personalbedarf. In die entstandene Lücke stößt die Emsländische Stiftung Beruf und Familie mit dem Projekt der „Betreuten Grundschule“, in dessen Rahmen nun weitere pädagogische Betreuungskräfte ausgebildet werden. Einen ähnlichen Ansatz verfolgt die Weiterführung der Qualifizierung zum „Schulbegleiter/Integrationshelfer“. Für behinderte Kinder ist ein Besuch der Regelschule oft nicht leicht. Ohne Hilfe können die Orientierung auf Schulweg und Schulgelände, die Verwendung von Arbeitsmaterialien oder die Einnahme von Pausenmahlzeiten je nach Behinderung kaum zu überwindende Hürden darstellen. „Das Modellprojekt stellt einen Baustein hin zu einer besseren Chancengerechtigkeit dar“, begründet Landrat Hermann Bröring die Fortsetzung des Projektes.

PRESSESTIMMEN

Talente treffen Wirtschaft
Meppen. 31 Emsland Stipendien sind vom Wirtschaftsverband Emsland und... 
Veränderung der Führung – Führung der Veränderung
Auftaktveranstaltung zum 10-jährigen Jubiläum der Emsländischen... 
Familienfreundlichkeit weiter mit Hochkonjunktur
60 emsländische Unternehmen seit 2010 zertifiziert  

» Weitere Meldungen

Hier gehts zur Galerie der
10 Jahresfeier