Ein Job, zwei Gesichter

Job-Sharing bei Grünplaner Udo Hollemann

Vier-Tage-Woche, Home-office, Job-Sharing, Teilzeit, spontaner Sonderurlaub und hochflexible Arbeitszeiten auf Vertrauensbasis – die Reihe der familienfreundlichen Maßnahmen beim Meppener Landschaftsarchitekten Udo Hollemann ist so vielfältig, dass der Eindruck entstehen könnte, sie stamme aus einem Leitfaden für Familienfreundlichkeit oder einem international agierenden Großkonzern. Weder das eine noch das andere ist der Fall: Mit drei Mitarbeiterinnen und einem Mitarbeiter zählt das Büro für Freiraumplanung ganz klar zu den kleinen Unternehmen. Für Udo Hollemann kein Grund, auf familienfreundliche Maßnahmen zu verzichten: „Bei Familienfreundlichkeit kommt es nicht auf die Unternehmensgröße an. Verständnis ist hier das Zauberwort.“

Die neuste familienfreundliche Maßnahme der „Grünplaner aus Leidenschaft“ ist Job-Sharing. Nach einem Jahr Elternzeit kehrte Wilma Wigbers, Diplom-Ingenieurin für Landschaftsarchitektur, im August 2011 in die Arbeitswelt zurück und teilt sich ihren Job nun mit Silke Willems. „Ich arbeite gern und bin froh, dass ich Arbeit und Familienleben so gut vereinbaren kann“, sagt die 33-Jährige. „In meinem Beruf ändert sich laufend etwas, sei es die Software, die Technik auf den Baustellen oder gesetzliche Normen. Würde ich länger zu Hause bleiben, müsste ich mich wieder ganz neu einarbeiten.“

Durch Heimarbeit kann sich die junge Mutter die Arbeitszeit zusätzlich hochflexibel einteilen, erläutert Ursula Günster-Schöning, die das Job-Sharing Modell im Startegieworkshop anlässlich des Zertifizierungsprozesses zum Emsländischen Gütesiegel mit dem Hollemann-Team erarbeitet hat.

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