Emsländische Stiftung verleiht Gütesiegel für Familienfreundlichkeit
Neues Zertifizierungsangebot für emsländische Unternehmen
Meppen, 17. Februar 2010. Für alle familienfreundlichen Unternehmen und für die Betriebe, die es werden wollen, hat die Emsländische Stiftung Beruf und Familie jetzt eine neues Angebot ins Leben gerufen, das Landrat Hermann Bröring nun erstmals der Öffentlichkeit vorgestellt hat: das Gütesiegel für Familienfreundlichkeit. In einem passgenauen Zertifizierungsverfahren werden dazu die innerbetrieblichen Strukturen und Angebote im Hinblick auf die Vereinbarkeit von Familie und Beruf analysiert. Wenn in diesem Kontext gute Ergebnisse erzielt und die mit dem Unternehmenscoach entwickelten Zielvereinbarungen umgesetzt werden, verleiht die Stiftung offiziell das „Gütesiegel für Familienfreundlichkeit“.
Kern der Zertifizierung ist neben Kontaktbesuchen und Fragebögen der individuelle Strategieworkshop mit Unternehmenscoach und Auditorin Ursula Günster-Schöning, in dem zielgerichtet und praxisnah Themen wie Kommunikation, Führung, Teamentwicklung und Arbeitszeit durchleuchtet werden. Ergebnisse dieses Workshops, an dem sowohl die Betriebsleitung als auch Vertreter der Belegschaft teilnehmen, bilden die Basis für konkrete Verbesserungsvorschläge, die wiederum eine Grundlage für die Verleihung des Gütesiegels darstellen.
Dabei trägt das emsländische Gütesiegel für Familienfreundlichkeit der hiesigen Wirtschaftslandschaft Rechnung und richtet sich ganz bewusst nicht nur an die großen Unternehmen, sondern insbesondere auch an mittlere und kleine Betriebe. Erschwinglich ist das Gütesiegel für alle Unternehmen, da es durch die Stiftung subventioniert wird und sich der Eigenanteil der Unternehmen nach der Zahl der Mitarbeiter richtet.
Dieser Eigenanteil erstreckt sich von 350 Euro für kleine Betriebe bis 15 Mitarbeiter bis 4.000 Euro für Unternehmen mit einer Belegschaft von bis zu 1.000 Angestellten.
„Durch eine Zertifizierung kann die Familienfreundlichkeit in Unternehmen vorangetrieben werden – und das ist ein wesentliches Ziel unserer Stiftung. Daher tragen wir ganz bewusst den Großteil der Kosten selbst, damit möglichst viele emsländische Arbeitgeber von dem neuen Angebot Gebrauch machen“, erklärt Landrat Hermann Bröring in seiner Funktion als Vorstandsvorsitzender der Stiftung das Finanzierungskonzept des Gütesiegels.
„Ich kann den Unternehmen nur empfehlen, diese neue Möglichkeit zu nutzen, denn vom kleinen Handwerksbetrieb bis hin zum großen Dienstleistungsunternehmen bieten sich in punkto Familienfreundlichkeit immer Möglichkeiten, die eigene Personalpolitik zu hinterfragen, zu optimieren und sich durch ein Gütesiegel letztlich selbst als Arbeitgeber nachhaltig zu stärken“, so Günster-Schöning abschließend.


